#badorbbrennt

Update 03.07.19

Pressemitteilung MKK:

+++ Die Kommunalaufsicht schaltet sich jetzt in Diskussion um die Löschwasserversorgung in Bad Orb ein. Demnach muss die Kurstadt gegenüber der Aufsichtsbehörde darlegen, wie es um die Löschwasserversorgung im Stadtgebiet von Bad Orb bestellt ist. Dazu ist bis zum 26. Juli ein entsprechendes fachtechnisches Gutachten zu beauftragen, die Ergebnisse sind zeitnah vorzulegen. Nachfolgend unsere aktuelle Pressemitteilung dazu. +++

In die Diskussion um die unzureichende Löschwasserversorgung in der Stadt Bad Orb schaltet sich jetzt die Kommunalaufsicht des Main-Kinzig-Kreises ein: Die Stadt Bad Orb muss gegenüber der Aufsichtsbehörde darlegen, wie es um die Löschwasserversorgung im Stadtgebiet der Kurstadt bestellt ist. Dazu ist bis zum 26. Juli ein entsprechendes fachtechnisches Gutachten zu beauftragen und die Ergebnisse sind zeitnah vorzulegen.

Die Beauftragung muss in Abstimmung mit dem Kreisbrandinspektor des Main-Kinzig-Kreises erfolgen. Ein entsprechendes Schreiben von Landrat Thorsten Stolz, der hier in seiner Eigenschaft als Kommunalaufsicht tätig wird, hat der Magistrat in diesen Tagen erhalten. In dem Schreiben des Landrates an den Magistrat wird dieser aufgefordert, gegenüber der Aufsichtsbehörde einen Nachweis zu führen, wo im Stadtgebiet für eine angemessene Löschwasserversorgung gesorgt ist und wo keine den örtlichen Verhältnissen angemessene Löschwasserversorgung verfügbar ist.

Darüber hinaus soll dargelegt werden, mit welchen Maßnahmen die angemessene Löschwasserversorgung schnellstmöglich hergestellt werden kann. Grundlage für diese Forderung ist das Hessische Brand- und Katastrophenschutzgesetz. Hier wird geregelt, dass die Gemeinde „für eine den örtlichen Verhältnissen angemessene Löschwasserversorgung“ zu sorgen hat.

Sichtbar geworden ist die Problematik im Mai 2018 bei einem Brand in der Kurstadt. Hier kam es zu einem Engpass in der Löschwasserversorgung. Daraufhin schaltete sich auch das Gefahrenabwehrzentrum des Kreises mit der Abteilung Brandschutz ein, um gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr einen Lösungsvorschlag zu entwickeln. Doch das inzwischen vorgelegte Konzept hat bisher keine politische Mehrheit erhalten.

Wie Kreispressesprecher John Mewes betont, geht es nun darum, die aktuelle Diskussion zu versachlichen und die derzeitige Situation in Bad Orb einer Bewertung durch die Kommunalaufsicht zu unterziehen. Die Kommunalaufsicht wird darauf aufbauend mögliche weitere Entscheidungen treffen, um den Weg zu einem funktionierenden Brandschutz aufzuzeigen.

Update 19.06.19

Der Widerspruch wurde durch SPD, FBO und Frau Gotz abgelehnt.
Nur zur Info. Die Wartung der Hydranten ist nur die Lösung für unser 2. Problem. An erster Stelle steht die gesetzlich geforderte Menge an Löschwasser die in mehreren Bereichen nicht erfüllt wird. Und wenn Sie mal mit uns gesprochen hätten, wären die heute Abend aufgeführten Argumente dagegen, auch erledigt gewesen. #badorbbrennt

Ein Jahr nach dem verheerenden Brand in der Marktbrunnenstraße ist vergangen. In dem Gebäude war im Mai letzten Jahres ein Feuer ausgebrochen welches sich schnell ausbreitete. Die Feuerwehr war machtlos, da das benötigte Löschwasser nicht vorhanden war. Das traurige Resultat, ein Gebäude wurde komplett zerstört zwei weitere schwer beschädigt. All dies wäre vermeidbar gewesen, wenn das Hydrantennetz aus dem das Löschwasser entnommen wird, funktioniert hätte.

Im Nachgang stellte sich heraus, dass in weiteren Bereichen von Bad Orb die Löschwasserversorgung nicht sichergestellt ist. Es folgte ein Jahr voller Diskussionen und der Suche nach dem Schuldigen. So entstanden aussagen wie „Die Feuerwehr ist zu blöd ein Hydrant aufzudrehen“.

Der eigentliche Grund aber ist, dass das Hydrantennetz für die heute geforderten Löschwassermengen nicht ausgelegt ist. Eine entsprechende Vorhaltung kann auch nicht überall realisiert werden, da es ansonsten zu Problemen mit der Trinkwasserversorgung kommen würde die aus dem gleichen Netz stammt.

Aufgrund der Fakten wurde zusammen mit der Brandschutzaufsicht des Main- Kinzig- Kreises ein Konzept erstellt, mit dem zeitnah eine langfristige Sicherstellung gegeben wäre. An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch die Kosten hierfür im Vergleich zu einer flächendeckenden Sanierung des Hydrantennetzes wesentlich geringer wären.

Nachdem in diesem Jahr das Thema in verschiedenen Ausschüssen diskutiert wurde, kam es gestern Abend in der Stadtverordnetensitzung zu einer Entscheidung. Während CDU und FWG sich vorab eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt hatten und dementsprechend für die Umsetzung gestimmt haben, pickten sich FBO, SPD und BOI einen einzelnen Punkt des Konzeptes heraus. So soll ihrer Meinung nach nur ein Wechsellader mit entsprechenden Abrollbehälter beschafft werden.

Allerdings ist diese Anschaffung nicht umsetzbar, da das Fahrzeuge aufgrund der bestehenden Infrastruktur der Feuerwache nicht abgestellt werden kann. Der zeitliche Aspekt wurde ebenfalls außer Acht gelassen, denn nach wie vor gibt es starke Einschränkungen der Löschwasserversorgung in verschiedenen Bereichen von Bad Orb. Durch die Ablehnung der Umsetzung des kompletten Konzeptes wird dementsprechend hingenommen, dass es im Falle eines Brandes eine ggf. erforderliche Menschenrettung sowie eine Brandbekämpfung nur stark verzögert eingeleitet werden kann. Denn fehlendes Löschwasser gefährdet nicht nur die durch den Brand betroffenen Bürger, sondern auch die Einsatzkräfte die im Übrigen dies allesamt ehrenamtlich leisten.

Wir empfehlen allen Bürgerinnen und Bürgern, ihre Rauchmelder regelmäßig zu überprüfen und im Falle einer Auslösung so schnell wie möglich das Gebäude verlassen. Denn leider können wir nach dem Beschluss von gestern Abend auch künftig nicht die notwendigen Maßnahmen zur Rettung von Menschen und Sachwerten in der erforderlichen Zeit einleiten.

Unter dem #badorbbrennt werden wir Sie weiter Informieren und ihnen Tipps zur Selbsthilfe geben.

Ihre Feuerwehr Bad Orb

Als kleinen Denkanstoß bekamen die Stadtverordneten der SPD, FBO und BOI einen Löscheimer überreicht!

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