Gerüchte über Gerüchte!

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

nachdem die Gerüchte zu dem Wohnhausbrand Anfang Mai in der Marktbrunnenstraße nun abgeebbt waren, entfachen sie aktuell aufgrund des bevorstehenden Abrisses des Gebäudes von neuem. Wir wollen ihnen nun die häufigsten Gerüchte darstellen mit dem dazugehörigen Hintergrund. Ist ein Gerücht bzw. eine Geschichte nicht dabei? Schreiben Sie uns einfach was Sie gehört haben. Wir werden dann schnellstmöglich eine Aufklärung auf diese Seite setzen.

 

Der Rettungshubschrauber konnte nicht landen, da die Feuerwehrleute alles zugeparkt haben!

Der Rettungshubschrauber, der eine Verletzte aus dem Brandhaus in eine weit entfernte Spezialklinik transportieren sollte, kam aus Nürnberg. Er hatte einen Vorlauf von ca. 1 Stunde. Die Landung auf dem Gelände der Feuerwehr wäre selbstverständlich möglich gewesen. Allerdings wurde aufgrund der langen Eintreffzeit entschieden, dass er in Gelnhausen landen sollte. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch sehr viel Material aus dem Feuerwehrhaus gebraucht weshalb ein reger Fahrzeugverkehr herrschte. Wäre der Hubschrauber hier gelandet wäre die Logistik problematischer geworden. Da für die Patientin daraus kein Nachteil entstand war dies eine taktische Entscheidung, die nichts mit geparkten Autos zu tun hatte.

Der Platz vor der Feuerwehr ist im Übrigen eine Kombination aus Zufahrt sowie Parkplatz für Einsatzkräfte und Notlandeplatz für den Rettungshubschrauber. Diese von der Ausfahrt getrennte Zufahrt zum Feuerwehrgelände ist gesetzlich gefordert. Der Notlandeplatz, ist wie der Name schon sagt, tatsächlich nur für Notfälle gedacht. Die Rettungshubschrauber dürfen im Gegensatz zu einem zugelassenen Hubschrauberlandeplatz auch nur in diesem Fall bei uns landen. Sollte parallel ein Feuerwehreinsatz sein, was tatsächlich dazu führt das auf dem Platz Fahrzeuge abgestellt sind, kann der Rettungshubschrauber dennoch landen.

 

Die Feuerwehrleute waren alle besoffen, weil sie auf einer Feier waren!

An diesem Gerücht ist so gar nichts wahr…. An diesem Abend fand keine Feierlichkeit statt und die Einsatzkräfte waren alle nüchtern.

 

Die Feuerwehr hatte kein Wasser zum Löschen!

Dies wiederum ist tatsächlich so gewesen. Wie sich in der Nacht herausstellte gibt es mit der Löschwasserversorgung in Bad Orb Probleme. Diesem Thema widmen sich aktuell die politischen Verantwortlichen um diesen Zustand schnellstmöglich abzustellen.

 

Die Tanks der Feuerwehr waren alle leer!

Hier ist nicht ganz klar ob der Wassertank oder der Betriebsmitteltank gemeint ist weswegen wir beide aufführen.

Der Wassertank eines jeden Feuerwehrfahrzeuges ist immer vollgefüllt. Sicherlich hat es in der Nacht den Anschein gehabt, dass dies nicht der Fall war. Grund dafür war, dass es mit dem Löschwasser Schwierigkeiten gab. Durch die Feuerwehr wurden insgesamt 9.000 Liter Wasser mitgebracht. Im Schnitt war die Wasserabgabe um den Brand zu bekämpfen bei ca. 1.000 Liter die Minute was wiederum bedeutet, dass die Tanks aller Fahrzeuge nach 9 Minuten leer waren. Da aus dem Hydrantennetz kein Wasser entnommen werden konnte gab es dann massive Probleme die Einsatzstelle mit Löschwasser zu versorgen.

Die Betriebsmitteltanks der Aggregate und Fahrzeuge der Feuerwehr werden allerspätestens, wenn sie noch dreiviertel voll sind nachgetankt. Allerdings bei einem Einsatz der wie hier sich über 10 Stunden zieht, müssen im Verlauf weitere Betriebsmittel an die Einsatzstelle transportiert werden um den Verbrauch aufzufüllen. So auch in dieser Nacht.

 

Der Stadtbrandinspektor ist um 3.30 Uhr nach Hause obwohl er dafür bezahlt wird!

Dies ist tatsächlich so gewesen. Der Stadtbrandinspektor hat um 3.30 Uhr die Einsatzstelle verlassen um dann eine Stunde später sich auf den Weg nach Frankfurt zu machen wo er dann einen 24 Stundendienst an seiner eigentlichen Arbeitsstelle leisten musste. Die Verwechselung ist aber nachvollziehbar, denn in Frankfurt arbeitet er bei der Berufsfeuerwehr. In Bad Orb ist er wie auch alle anderen Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Orb 100% ehrenamtlich tätig.

 

Die Feuerwehr war zu blöde den Hydranten aufzudrehen!

Diese Aussage führen wir nur der Vollständigkeit halber mit auf. Die Problematik wurde bereits weiter oben erläutert.

 

Die Feuerwehr Aufenau war vor Bad Orb an der Einsatzstelle!

Auch dies ist nicht richtig. Die Feuerwehr Aufenau wurde im Verlauf nach bekannt werden der Löschwasserproblematik nachgefordert. Sicherlich waren sie präsenter als die Orber Einsatzkräfte da sie für eine Löschwasserversorgung aus der Martinusstraße gesorgt haben. Die Orber Fahrzeuge waren alle im Bereich Marktbrunnenstraße / Sachsenhäuserstraße aufgestellt.

 

Haben Sie Fragen? Dann schreiben Sie uns an!

 

Traurig aber wahr, dass wir solch eine Aufklärung leisten müssen. Die Einsatzkräfte die in dieser Nacht tätig waren haben sich buchstäblich ein Bein ausgerissen um schlimmeres zu verhindern mit dem Ergebnis, dass sich anschließend über Sie das …. zerrissen wurde. Tatsächlich ist es wohl heute so, dass man Blind den erzählten Geschichten glaubt und sogar noch etwas dazu dichtet. Mag erstmal ganz witzig sein, zumindest hat es den Anschein. Nur muss man dabei auch bedenken, dass diejenigen die sich ehrenamtlich die Nacht um die Ohren schlagen sich das nicht dauerhaft anhören. Also wundern Sie sich nicht, wenn womöglich bald Niemand mehr bereit ist sich bei einer Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren!

 

Wollen Sie wissen was bei einem Einsatz los war? Dann schauen Sie auf unsere Homepage. Hier werden alle Einsätze aufgeführt. Scheuen Sie nicht davor uns anzuschreiben, wenn Sie eine seltsame Geschichte zu einem Einsatz gehört haben! Wir sind gerne bereit ihnen die Tatsachen mitzuteilen!

Vielen Dank

 

Ihre

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Orb

 

 

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