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Wissenswertes & Abkürzungen

Feuerwehrsprache lebt von Abkürzungen und kann mitunter für Außenstehende schwer verständlich sein. Mit dieser kleinen Auflistung möchten wir Interessierten den Einstieg erleichtern.

Alle Bezeichnungen gelten in der jeweiligen Form für männliche und weibliche Personen.


Positionen und Ämter

AbkürzungBedeutung
LdFLeiter der Feuerwehr
SBIStadtbrandinspektor
WFWehrführer
EvDEinsatzleiter vom Dienst
ZFZugführer
GFGruppenführer
KBMKreisbrandmeister
KBIKreisbrandinspektor

Fahrzeuge

Auswahl über die Fahrzeuge und Geräte in Bad Orb.

Die Abkürzungen werden noch um verschiedene Zahlen ergänzt. Diese geben Auskunft über besondere garantierte Ausstattungsmerkmale.

AbkürzungBedeutung
ELW Einsatzleitwagen
MTF / MTWMannschaftstransportfahrzeug / Mannschaftstransportwagen
LFLöschgruppenfahrzeug
HLFHilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
StLFStaffellöschfahrzeug
DLKDrehleiter mit Korb
GW-LGerätewagen-Logistik
TLFTanklöschfahrzeug
RCRollcontainer
ABAbrollbehälter
WLFWechselladerfahrzeug

Einsatzstichwörter

Einsatzstichworte für Brandeinsätze

F 1

Brand: PKW, Mülltonne, Gerümpel im Freien, Grasfläche oder ähnliche Meldebilder: gelöschtes Feuer, Nachschau

F 2

Brand: Wohnungsbrand, Dachstuhlbrand, Kellerbrand, Zimmerbrand, Kaminbrand oder Rauchentwicklung ähnliche Meldebilder

F 2 Y

Brand in Wohngebäuden mit Menschenleben in Gefahr

F 3

Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden: Hochhaus, Gewerbebetrieb, Schreinerei, KFZ-Werkstatt, Pension, Lagerplatz, Produktions- und / oder Lagergebäude oder ähnliche Meldebilder

F 3 Y

Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden mit Menschenleben in Gefahr

F 4

Brand als Großschadenslage

F BMA

Brand Meldung einer Brandmeldeanlage

F BUS Y

Brand eines besetzten Busses: Reisebus, Bus des ÖPNV oder Schulbus mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

F FLUG 1 Y

Brand nach Flugunfall: Kleinflugzeug, Sportmaschine, Segelflieger / Paraglider, Hubschrauber, Heißluftballons, Militärmaschine

F FLUG 2 Y

Brand nach Flugunfall: Großflugzeug

F GAS 1

Brand einzelner Gasflaschen, einer Gasleitung

F GAS 2

Brand: eines Gastanks, eines Gastankfahrzeugs, eines Gaskesselwagens

F LKW

Brand eines LKW, Busses ohne Personen, einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschiene in Feldgemarkung (z. B. Mähdrescher)

F RWM

Brand: Meldung eines ausgelösten (Heim-) Rauchwarnmelders

F SCHIFF 1

Brand: eines Sportbootes, eines Segelbootes, einer Yacht

F SCHIFF 2

Brand: eines Frachtschiffs

F SCHIFF 2 Y

Brand eines Personenschiffes, einer Personen- oder Fahrzeugfähre mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

F SCHIFF 2 GEFAHR

Brand eines Tankschiffs mit Gefahrgut: Tankschiff, Containerschiff, Frachtschiff oder ähnliche Meldebilder

F WALD 1

Brand eines Waldes oder einer Wiese mit geringer oder keiner Ausbreitungsgefahr oder unbekannter Lage in Wald oder Wiese

F WALD 2

Brand eines Waldes oder Wiese mit der Gefahr der weiteren Ausdehnung

F ZUG

Brand: eines Schienenfahrzeugs (Triebfahrzeugs, Waggons, Personenzuges, U- / S-Bahn Zuges, Güterzuges ohne Menschenleben in Gefahr)

F ZUG Y

Brand: eines Schienenfahrzeugs, Triebfahrzeuges, Waggons, Personenzuges, U- / S-Bahn Zuges, Güterzuges mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

Einsatzstichworte für Hilfeleistungseinsätze

H 1

Wasser im Keller, Wasserrohrbruch, Tür- und Fenstersicherung, Baum oder Gegenstand auf der Straße, Tier in Not oder Unfall mit Tier, einfache technische Hilfeleistung an Bächen, Seen oder in Hafenbereichen, Ölspur, kleine Mengen Betriebsstoffe aufnehmen oder ähnliche Meldebilder

H 1 Y

Notfall-Türöffnung, Person im Aufzug, Tragehilfe für den Rettungsdienst oder ähnliche Meldebilder

H 2

Fahrzeug umgestürzt, Bauunfall, Gerüsteinsturz, Kran umgestürtzt, Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten ohne Menschleben in Gefahr oder ähnliche Meldebilder

H ABST Y

Person in Absturzgefahr, droht zu springen

H EINST

Gebäudeeinsturz, Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten

H EINST Y

Gebäudeeinsturz, Bauunfall, Gerüsteinsturz, Kran umgestürzt, Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten, Person verschüttet mit Menschenleben in Gefahr oder ähnliche Meldebilder

H ELEK

Unfall in großen elektrischen Anlagen / Hochspannungsanlagen

H FLUSS

Einfach technische Hilfeleistung auf Flüssen

H FLUSS Y

Person in Fluss

H GAS 1

Gasgeruch

H GAS 2

Unfall: mit Gasausströmung oder Beschädigung: einer Gasleitung, eines Gastanks, eines Gastankfahrzeugs, eines Gaskesselwagen

H GEFAHR 1

Unfall mit Chemikalien, größeren Mengen Öl, einzelnen Gebinden, einzelnen Gebinden (Benzin, Säure oder ähnliches), Austritt von Gefahrstoff

H GEFAHR 2

Unfall mit Gefahrstoffaustritt: eines Tankfahrzeuges, Tankcontainers, Kesselwaggons

H Klemm 1 Y

Person eingeklemmt in: PKW / LKW nach Verkehrsunfall, KfZ / Maschine oder Person verschüttet

H Klemm 2 Y

Mehrere Personen eingeklemmt in: Bus nach Verkehrsunfall, Kfz / Maschine

H RADIOAKTIV

Unfall mit radioaktiven Stoffen

H ÖL FLUSS

Öl auf Fluss

H ÖL WASS

Öl auf Gewässer: Bach, See, Hafengebiet oder ähnliche Meldebilder

H SCHIFF

Havarie oder Kollision eines Frachtschiffes, Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken, größerer Wassereintritt in Boot / Schiff

H SCHIFF Y

Havarie oder Kollision: eines Personenschiffs, einer Personen- oder Fahrzeugfähre mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

H TIER

Großtiere: Tiere in Not, Unfall mit Großtier

H WASS Y

Person im Wasser: Bach, See, Hafenbereich oder ähnliche Meldebilder

H ZUG 1 Y

Person unter Zug / U- / S-Bahn / Straßenbahn, Kollision eines Zuges mit einem Straßenfahrzeug

H ZUG 2 Y

Unfall eines Zuges / U- S-Bahn / Straßenbahn, Kollision zweier Züge mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahr

Einsatzstichworte für Rettungsdiensteinsätze

K 0

Qualifizierter Krankentransport; ärztliche Einweisung (sofort durchzuführender, disponibler oder vorbestellter Krankentransport).

R 0

Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, deren Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen erforderlich wäre.

R 1

Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, jedoch so dringlich, dass der Gebrauch von Sondersignalen angeordnet werden muss.

R 2

Notfalleinsatz mit einem Notarztsystem; bei allen akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen.

R 3

Notarzteinsatz alleine; bei akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen (z. B. bereichsübergreifender Notarzteinsatz).


Digitalfunk

AbkürzungBedeutung
HRTHandsprechfunkgerät
MRTMobiles Sprechfunkgerät (meist Fahrzeugfunkgerät)
FRTOrtsfestes Sprechfunkgerät
DMODirect Mode Operation („Einsatzstellenfunk“, ehem. 2m-Funk)
TMOTrunked Mode Operation („Leitstellenfunk“, ehem. 4m-Funk)
TETRATerrestrial Trunked Radio (Standard für digitalen Bündelfunk)
P8GRPager / Funkmeldeempfägner (hier: Modell von Airbus, welches in Bad Orb verwendet wird)
KennwortOrganisation
AKKONJohanniter-Unfallhilfe
BERGWACHTBergwacht im DRK
CHRISTOPHRettungshubschrauber
FLORIANFeuerwehr / Brandschutzdienststelle / Träger des Rettungsdienstes
HEROSTechnisches Hilfswerk
JOHANNESMaltester Hilfsdienst
KATSKathastrophenschutz
TETRALandesbetriebsstelle Digitalfunk (organisationsübergreifende Betriebsstelle mit fernmeldetechnischer Aufsichtsfunktion)
PELIKANDeutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
RETTUNGPrivate Rettungsdienstunternehmen
ROTKREUZDeutsches Rotes Kreuz
SAMAArbeiter-Samariter-Bund

Gesetze und Verordnungen mit Feuerwehrbezug

AbkürzungBedeutung
GGGrundgesetz
HBKGHessisches Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz
(Hessisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz)
FwOVVerordnung über die Organisation, Mindeststärke und Ausrüstung der öffentlichen Feuerwehren
(Feuerwehr-Organisationsverordnung)
HFeuerwLVHessische Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes
(Hessische Feuerwehrlaufbahnverordnung)
HFDVHessische Verordnung über Dienst- und Schutzkleidung, Abzeichen der Amtsbezeichnung und der Dienstgrade, Funktionen,
Kennzeichnungen und Voraussetzungen für die Erlangung der Dienstgrade und Funktionen der Angehörigen der öffentlichen Feuerwehren
(Hessische Feuerwehrbekleidungs- und Dienstgradverordnung)
GVSVVerordnung über die Organisation und Durchführung der Gefahrenverhütungsschau
(Gefahrenverhütungsschauverordnung)
HFbVHessische Verordnung zur Erteilung einer Fahrberechtigung an ehrenamtlich tätige Angehörige der
Freiwilligen Feuerwehren, der anerkannten Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks und der sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes
(Hessische Fahrberechtigungsverordnung)
FwDRAVOVerordnung über die Dienst- und Reisekostenaufwandsentschädigung für
ehrenamtliche Feuerwehrangehörige, die ständig zu besonderen Dienstleistungen herangezogen werden
(Feuerwehrdienst- und Reisekostenaufwandsentschädigungsverordnung)
HBOHessische Bauordnung
ZSKGGesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des
Bundes (Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz)
DRKGGesetz über das Deutsche Rote Kreuz und andere freiwillige Hilfsgesellschaften im Sinne der Genfer Rotkreuz-Abkommen (DRK-Gesetz)
KultgSchKonvGGesetz zu der Konvention vom 14. Mai 1954 zum Schutz von
Kulturgut bei bewaffneten Konflikten
StrlSchVVerordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzverordnung)
TrinkwVVerordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung)
VbFVerordnung über
brennbare Flüssigkeiten
BioStoffVBiostoffverordnung

Weitere Informationen zu den hessischen Gesetzen und Verordnungen finden Sie hier: https://innen.hessen.de/Sicherheit/Feuerwehr/Infothek-Bereich-Feuerwehr


Dienstvorschriften (in Hessen eingeführt)

Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) und Katastrophenschutzdienstvorschriften (Kats DV)

AbkürzungInhalt
FwDV 1Grundtätigkeiten – Lösch- und Hilfeleistungseinsatz
FwDV 2Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren
FwDV 3Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz
FwDV 7Atemschutz
FwDV 8Tauchen
FwDV 10Die tragbaren Leitern
FwDV 100Führung und Leitung im Einsatz – Führungssystem
FwDV 500Einheiten im ABC-Einsatz
KatS DV 400HEDer Sanitätszug
im Katastrophenschutz
des Landes Hessen
KatS DV 510 HEGefahrstoffnachweis und Notfallprobenahme im Katastrophenschutz
des Landes Hessen
KatS DV 600 HEDer Betreuungszug
im Katastrophenschutz
des Landes Hessen
KatS-/FwDV 820 HEBetrieblich-taktische Regelungen
„npol“ im Digitalfunk der BOS
im Land Hessen

Verbände, Vereinigungen, Gremien

AbkürzungBedeutung
CTIFComité Technique International de prévention et d’extinction du Feu (Internationales Technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen)
DFVDeutscher Feuerwehrverband
LFVLandesfeuerwehrverband
KFVKreisfeuerwehrverband
AGBFArbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren
vfdbVereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes
FNFWDIN-Normenausschuss Feuerwehrwesen
IMKInnenministerkonferenz
AFKzVAusschusses für Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung (der Innenministerkonferenz)


Helmkennzeichnungen der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen

KennzeichnungBedeutung
Blauer Punkt beidseitig
Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr (oder höhere Ausbildung, z.B.: Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter)
Roter Punkt beidseitigAtemschutzgeräteträger
Einfacher roter Balken beidseitigGruppenführer
Zweifacher roter Balken beidseitigZugführer
Einfach umlaufender roter BalkenStadtbrandinspektor (oder Gemeindebrandinspektor)
Doppelt umlaufender roter BalkenLeiter einer Feuerwehr (in Städten über 50000 Einwohnern ohne Berufsfeuerwehr)
Einsatzkraft mit Atemschutztauglichkeit
Stadtbrandinspektor mit Atemschutztauglichkeit
Zugführer mit Atemschutztauglichkeit
Gruppenführer ohne Atemschutztauglichkeit

Dienstgrade der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen

Mannschaften

DienstgradAbkürzungVorraussetzungen
Feuerwehrfrau-Anwärterin / Feuerwehrmann-Anwärter
FFrA / FMA
Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung einer Freiwilligen Feuerwehr
Feuerwehrfrau / FeuerwehrmannFFr / FMTruppmannausbildung Teil 1 (Grundlehrgang)
Oberfeuerwehrfrau / OberfeuerwehrmannOFFr / OFMDrei Dienstjahre, abgeschlossene Truppmannausbildung, ein Sonderlehrgang
Hauptfeuerwehrfrau / HauptfeuerwehrmannHFFr / HFMVier Dienstjahre, Lehrgang Truppführer, zwei Sonderlehrgänge

Führungskräfte

DienstgradAbkürzungVorraussetzungen
Löschmeisterin / Löschmeister
LM’in / LM
Vier Dienstjahre, Lehrgang Gruppenführer, drei Sonderlehrgänge
Oberlöschmeisterin / OberlöschmeisterOLMFünf Dienstjahre, Lehrgang Gruppenführer, vier Sonderlehrgänge
Hauptlöschmeisterin / HauptlöschmeisterHLM’in / HLMFünf Dienstjahre, Lehrgang Zugführer, vier Sonderlehrgänge
Brandmeisterin / BrandmeisterBM’in / BMSechs Dienstjahre, Lehrgang Zugführer, fünf Sonderlehrgänge
Oberbrandmeisterin / OberbrandmeisterOBM’in / OBMSieben Dienstjahre, Lehrgang Verbandsführer, sechs Sonderlehrgänge
Hauptbrandmeisterin / HauptbrandmeisterHBM’in / HBMAcht Dienstjahre, Lehrgang Verbandsführer, sieben Sonderlehrgänge

Bei Besitz der Leistungsspange kann die geforderte Dienstzeit um ein Jahr verkürzt werden.

Sonstiges

AbkürzungBedeutung
HKatS-ZLHessisches Katastrophenschutz-Zentrallager (Wetzlar)
GMLZGemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (Bonn)
PSAPersönliche Schutzausrüstung
PAPressluftatmer
BBKBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
HMdISHessisches Ministerium des Innern und für Sport
BABZBundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung
HLFSHessische Landesfeuerwehrschule
JFJugendfeuerwehr
BFBerufsfeuerwehr
WFWerkfeuerwehr
FFFreiwillige Feuerwehr